Roger Humbert - Konkrete Fotografie Digital



Digitale Fotografie - Künstliche und echte Intelligenz 2005 – 2017


Digitale Fotografie

Künstliche und echte Intelligenz

Katharina Lang

 

Mit all seinem Gedankengut, all seinem Wissen und all seiner Erfahrung bewegt sich Roger Humbert im Jahre 2005 wieder aus der Dunkelkammer hinaus und greift erneut zum Fotoapparat. Entsprechend seinem wachen Charakter und seiner unstillbaren Neugierde verwendet er nun ganz zeitgemäß eine kleine, digitale Kompaktkamera. Immer noch mit Licht als zentralem Element seines Interesses, beginnt sich Humbert zu fragen, wie der menschliche Sehapparat funktioniert. Wie sind Gegenstände und Licht wahrnehmbar, was passiert in unserem Gehirn? Es sind hochkomplexe Prozesse, die stattfinden, bis äußere Gegenstände im Sehzentrum des Großhirns zum Bild werden – „das Sehen hinten im Sehraum“, ein Faszinosum für Humbert. Und gleichzeitig auch der Ort, wo seine bildlichen Vorstellungen dessen, was er mit der digitalen Technik erreichen möchte, heranwachsen. Die Arbeit mit der Digitalkamera führt schließlich zu Überlegungen und Fragen nach künstlicher und echter Intelligenz. Wobei letztere, gemäß Humbert, entscheidend ist, da nur sie die unabdingbare Kreativität besitzt. Roger Humbert beginnt erneut zu experimentieren. So gelingt es ihm, seiner Intention und Bildsprache treu zu bleiben und mittels digitaler Kamera aus Licht Strukturen zu erzeugen, Lichtbilder aus digitalen Codes zu komponieren. Dabei erweitert er seinen eigenen geistigen Horizont immer wieder, eignet sich unermüdlich Wissen an, um es gestalterisch umzusetzen. Dies gilt auch für seine digitalen Konkreten Fotografien.

Digital Photography

Artificial and Real Intelligence

Katharina Lang

 

In 2005 Roger Humbert left the darkroom once again to return to the camera with all his knowledge, experience and ideas. Befittingly for his alert character and insatiable curiosity, and in keeping with the period, he now used a small digital compact camera. With light continuing to remain a central element of his interest, he began to contemplate the functions of the human visual system. How can objects and light be perceived, what happens in our brains? A series of complex processes is required for exterior objects to become images in the visual cortex — “the gaze in the back of the visual space” is of great fascination to Roger Humbert. It is also where his figurative ideas, which he later strives to realize with the digital camera, evolve. Working with the digital camera eventually lead him to deliberations on artificial and real intelligence — the latter being considered as decisive by Humbert, as it alone provides indispensable creativity. Humbert once more began to experiment. In this way, he succeeds in remaining faithful to his intention and visual language and using a digital camera to create structures from light, to compose photographs from digital codes. In doing so, he constantly expands his intellectual horizons, untiringly acquiring knowledge in order to implement it creatively. This also applies to his digital concrete photographs.



Edition:

Konkrete Fotografie Digital

Größe: je 25 x 18,2 cm

Technik: Silbergelatine Barytpapierabzug

Auflage: je Motiv 10 + 2 A.P 



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