JIRI SIGUT


Records I
Records I
Spermagram
Spermagram
Records II
Records II


In den Jahren von 1985 bis 1991 bannte Jiří Šigut (* 1960) in einer permanenten Dauerbelichtung (bei offener Blende) alltägliche Beschäftigungen wie Bus-, Zug- und Fahrstuhlfahrten oder Spaziergänge auf einem einzelnen Filmnegativ - Notizen zur Umgebungstemperatur und der Geräuschkulisse vervollständigten das Werk.
 
Anfang der 90er Jahre erweitert der Fotograf seine Tätigkeiten in der freien Natur (Serie: Records ), wobei hier das Tageslicht und das Nachtlicht der Sterne, Mond, des Feuers oder Glühwürmchen die Szenerie illuminieren und auf dem lichtempfindlichen Träger des Fotopapiers sich einzeichnet. Er selbst sagt: Ich bin davon fasziniert, dass man mithilfe der Fotopapiere in der Zeit arbeiten und zusehen kann, wie sie das Licht und die Energie der unmittelbaren Umgebung aufsaugen. Sie können Million Jahre dauernde Prozesse und Naturkämpfe aufzeichnen, die schon der erste Mensch wahrgenommen hat.
 
In der Ausstellung werden die Unikate der Serie Records  I + II als auch seine seit 2004 entstandenen Spermagramme zu sehen sein. Der Fotografiehistoriker Josef Moucha zählt Jiří Šigut zu den zwanzig tschechischen Künstlern, die im 20. Jahrhunderts die Möglichkeiten der künstlerischen Fotografie bedeutend erweitert haben. Er steht damit in einer Reihe mit Fotografen wie Josef Sudek, Frantisek Drtikol, Jaromir Funke, Jan Svoboda oder Josef Koudelka.
 

Jiří Šigut lebt in Ostrava, Tschechien.
 



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