Roger Humbert


Fotogramme
Fotogramme
Konkrete Fotografie Digital
Konkrete Fotografie Digital
Konkrete Fotografie Digital (Farbe)
Konkrete Fotografie Digital (Farbe)

 


Roger Humbert (geb. 1929) ist ein Schweizer Pionier der Konkreten

Fotografie, der seit den 1950er-Jahren ein umfangreiches fotografisches OEuvre hervorgebracht hat. Humbert arbeitete in der Dunkelkammer bis 1974 nur mit Lichtquellen, Formelementen wie Schablonen, Lochkarten u.a. und dem chemischen Prozess der Entwicklung. Die geheimnisvolle Qualität des Lichts, die sich in die empfindliche Gelatine einzeichnet, war nicht auf außerbildliche Motive gerichtet, sondern auf die Form und Struktur des Fotos selbst und verhalf dieser Art der künstlerischen Fotografie zu internationaler Anerkennung.

 

Humberts experimentelle Fotografie steht in engem Zusammenhang mit Kunstbewegungen wie dem Vortizismus eines Alvin Langdon Coburn der 1920er Jahre, der Tradition des Bauhauses mit László Moholy-Nagy und der Existenzphilosophie von Jean-Paul Sartre. Seine Kameralosen Fotogramme, Luminogramme und Clichés-Verres bilden nicht ab, sondern zeigen eine neue Wirklichkeit, die im Augenblick der Belichtung auf dem Fotopapier erschaffen wurde.

 

In vielen wichtigen Ausstellungen war Humbert vertreten, darunter

Ungegenständliche Fotografie, 1960 in Basel und der ersten Ausstellung unter dem Titel Konkrete Fotografie, 1967 in Bern. Er zeigte dort zusammen mit den Fotografen René Mächler, Jean Frédéric Schnyder und Rolf Schroeter minimalistische und nur auf ihr eigenes, innerbildliches Gesetz bezogene Lichtkompositionen. Humbert gehört damit zu den Begründern dieser Richtung und ist einer ihrer wesentlichen Vertreter in der Schweiz.

 

Im Jahr 2006 begann Humbert seine Erkenntnisse über die Fotografie in der digitalen Welt fortzuführen. Damit schließt sich für ihn der Kreis seines über 60-jährigen Schaffens von der Kameralosen Fotografie hin zur Konkreten Kamera-Fotografie Digital. Das latente Bild stand dabei immer im Mittelpunkt. Die Schlüsselwerke seiner neuen Werkgruppe sind in der Ausstellung vereint.

 

Seit 2002 befindet sich Roger Humberts Vorlass in der Fotostiftung Schweiz (FSS) in Winterthur. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Museen vertreten, u. a. bei der Sammlung Peter C. Ruppert, Würzburg und dem Musée d’art et d’histoire in Genf.

 

Roger Humbert lebt und arbeitet in Basel.

Roger Humbert, born in 1929, is a Swiss pioneer of Concrete Photography. Since the 1950s Humbert has created an extensive collection of photographs. In his work he disengages from objects or representative reality, treating photographs as concrete objects by using sources of light in an experimental and dramaturgic manner. His Photograms do not represent reality, but create a new form of reality on the photographic paper in the moment of exposure: form elements are arranged in a way that the light itself draws and produces shimmering geometric constellations. 

 

His Luminograms are characterized by their technical design. Forming elements such as stencils, punch cards, and punching waste are arranged under a light source and reduced to their geometric structures. The light rids them of their materiality and evokes the impression that they are vibrating and waving. Humbert’s experimental, camera-less photography roots in a context of ideas generated from Constructivism and Existentialism, aiming to renew photography and life fundamentally.

 

Roger Humbert’s participation in the first worldwide exhibition of Concrete Photography is of historical significance. Together with René Mächler, Jean-Frédéric Schnyder, and Rolf Schroeter he presented minimalistic and self-referential compositions of light at actuell gallery in Bern in January 1967.

 

In spring 2014 the Rappaz Museum in Basel dedicated a retrospective to Roger Humbert. Humbert lives and works in Basel, Switzerland.

 

* Roger Humbert. In Rappaz Museum, January 2014. http://www.rappazmuseum.ch/Humbert. html (Retrieved on September 15, 2014).



KONKRETE FOTOGRAFIE DIGITAL

vom 17.09. ̶ 14.11.2015

 

Vernissage: Mittwoch, den 16. September 19-22 Uhr

Der Künstler ist anwesend.

 

Die Photo Edition Berlin präsentiert ab dem 16. September 2015 den Schweizer Fotografen Roger Humbert (* 1929 in Basel).  In der Ausstellung werden seine neuen seit 2008 entstanden Werke gezeigt. Diese sind ausschließlich mit einer digitalen Kamera aufgenommen. Damit schließt sich für Humbert der Kreis seiner über 60-jährigen Schaffensperiode von der Kameralosen Fotografie hin zur Konkreten Kamera-Fotografie Digital. Die Schlüsselwerke dieses neuen Schaffens sind in dieser Ausstellung erstmals zu sehen.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Portfolio mit 8 Photographien in einer Auflage von 10 Stück.

Es ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie. 


Roger Humbert (geb. 1929) ist ein Schweizer Pionier der Konkreten Fotografie, der seit den 1950er-Jahren ein umfangreiches fotografisches Oeuvre hervorgebracht hat. Humbert arbeitete in der Dunkelkammer bis 1974 nur mit Lichtquellen, Formelementen wie Schablonen, Lochkarten u.a. und dem chemischen Prozess der Entwicklung. Die geheimnisvolle Qualität des Lichts, die sich in die empfindliche Gelatine einzeichnet, war nicht auf außerbildliche Motive gerichtet, sondern auf die Form und Struktur des Fotos selbst und verhalf dieser Art der künstlerischen Fotografie zu internationaler Anerkennung.


Humberts experimentelle Fotografie steht in engem Zusammenhang mit Kunstbewegungen wie dem Vortizismus eines Alvin Langdon Coburn der 1920er Jahre, der Tradition des Bauhauses mit  László Moholy-Nagy und der Existenzphilosophie von Jean-Paul Sartre. Seine Kameralosen Fotogramme, Luminogramme und Clichés-Verres bilden nicht ab, sondern zeigen eine neue Wirklichkeit, die im Augenblick der Belichtung auf dem Fotopapier erschaffen wurde. 


In vielen wichtigen Ausstellungen war Roger Humbert vertreten, darunter Ungegenständliche Fotografie, 1960 in Basel, und der ersten Ausstellung unter dem Titel Konkrete Fotografie, 1967 in Bern. Er zeigte dort zusammen mit den Fotografen René Mächler, Jean Frédéric Schnyder und Rolf Schroeter minimalistische und nur auf ihr eigenes, innerbildliches Gesetz bezogene Lichtkompositionen. Humbert gehört damit zu den Begründern dieser Richtung und ist einer ihrer wesentlichen Vertreter in der Schweiz. Die Schlüsselwerke seiner neuen Werkgruppe sind in dieser Ausstellung zu sehen.

 

Im Jahr 2006 begann Humbert seine Erkenntnisse über die Fotografie in der digitalen Welt fortzuführen. Damit schließt sich für ihn der Kreis seines über 60-jährigen Schaffens von der Kameralosen Fotografie hin zur Konkreten Kamera-Fotografie Digital. Das latente Bild stand dabei immer im Mittelpunkt. Die Schlüsselwerke dieser neuen Werkgruppe sind im vorliegenden Portfolio vereint.


Seit 2002 befindet sich Roger Humberts Vorlass in der Fotostiftung Schweiz (FSS) in Winterthur. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Museen vertreten, unter anderem bei der Sammlung Peter C. Ruppert, Würzburg und dem Musée d’art et d’histoire in Genf. 


Roger Humbert lebt und arbeitet in Basel, Schweiz.


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Interview mit Roger Humbert anlässlich seiner Ausstellung in Berlin.

Aufgenommen in Basel August 2015.

Dauer: 16.01 min



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