JIRI SIGUT



Artist statement

 

Das Fotopapier, schwanger vom Silbersalz, in der Natur gebettet, den Elementen auf Gnade und Ungnade ausgeliefert, manchmal auch paar Wochen lang da gelassen. Oft zerstört, um die empfindliche Schicht beraubt oder von Schimmel angegriffen. Mit dem Abdruck des Waldes, der Wärme der vertrockneten blinden Flussarme, der dicken Grasbüschel, der Wasserspiegelung oder einer Erdscholle auf dem Acker. Ich bin fasziniert von der Möglichkeit der Fotopapiere in der Zeit zu arbeiten, dass sie das Licht absorbieren und die Energie aufsaugen. Sie haben die Fähigkeit das Vergängliche treu abzubilden und folglich auch aufzubewahren. Die Fotopapiere lege ich schon seit ein paar Jahren in der Natur auf, und meine Abendausflüge in die Wälder und auf die Felder, weit vom Lärm der Stadt, verlieren auch nach der Zeit nichts an der Intensität, eher im Gegenteil. Meine persönlichen, intimen Performances, wenn ich alleine in der Mitte des Waldes bin und die Gefühle mit einem Bruchteil der Welt und des Alls teile, meinen Weg und Platz auf der Erde suchend. Meinen Gefühlen fehlen oft die Worte, aber es sind die Fotopapiere, die bleiben, mit fast unmerklichen Spuren der Windbewegung, des Wasserfließens, eines gefallenen Blattes… mit dem Abdruck der Welt.

 

25. 5. 2000


Unikate: Records II


Unterschiedliche Größen / Silbergelatine Prints
various sizes / silver gelatine Prints

30 x 40 cm
50 x 60 cm
100 x 100 cm
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Please contact us for the availability and prices for the works.


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