JOAN FONTCUBERTA



Joan Fontcuberta wurde 1955 in Barcelona geboren, wo er heute auch lebt und arbeitet - und ist einer der bekanntesten Künstler Spaniens / Kataloniens. Er ist in vielen internationalen Sammlungen vertreten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Nach fast vier Jahrzehnten die er der Fotografie gewidmet hat, hat er künstlerische als auch theoretische Arbeiten geschaffen, die einen Fokus legen auf den Konflikt zwischen Natur, Technologie, Fotografie und Wahrheit.

 

Er hatte Einzelausstellungen im New Yorker MoMA, Chicago Art Institute, Valencia IVAM und anderen. Seine Werke finden sich in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art (NY), San Francisco MoMA, National Gallery of Art (Ottawa), Folkwang Museum (Essen), Musée National d’Art Contemporain – Centre Georges Pompidou (Paris), Stedelijk Museum (Amsterdam), MACBA (Barcelona), MNCARS (Madrid) und weiteren privaten/ öffentlichen Sammlungen. Seit 2008 ist er der Präsident der Visual Artists Association in Katalonien. 

Über den Künstler:
Joan Fontcuberta ( geb. 1955 in Barcelona) ist einer der bekanntesten Künstler Spaniens/Kataloniens. Er ist in vielen internationalen Sammlungen vertreten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er auch Schriftsteller, Kritiker und Kurator. Er lehrt Audiovisuelle Kommunikation an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona.

Er gewann vom Französischen Ministerium für Kultur den National Photography Prize im Jahr 1998 und den Chevalier de l'Ordre des Arts et des Letters Award im Jahr 1994. Zuletzt wurde er ausgezeichnet mit dem spanischen National Essay Award für sein Werk„ Das Haus der Pandora“.

Es ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie.

 

Joan Fontcuberta was born in 1955 in Barcelona, where he lives and works. One of Spain's most prominent and innovative artists, Joan Fontcuberta is best known for exploring the interstices between art, science, and illusion. Where science reaches its limits in his works, the imagination frequently finds a creative space in which to flourish. With nearly four decades of prolific dedication to photography, he has developed a both artistic and theoretical work, which focuses on the conflicts between nature, technology, photography and truth.

 

He has done solo shows at New York MoMA, Chicago Art Institute or Valencia IVAM among others, and his work has been collected by the Metropolitan Museum of Art (NY), San Francisco MoMA, National Gallery of Art (Ottawa), Folkwang Museum (Essen), Musée National d’Art Contemporain – Centre Georges Pompidou (Paris), Stedelijk Museum (Amsterdam), MACBA (Barcelona), MNCARS (Madrid) and others. Joan Fontcuberta is since 2008 the President of the Visual Artists Association in Catalonia.

 


Katsushika Hokusai. "Die große Welle vor Kanagawa", 1830
Katsushika Hokusai. "Die große Welle vor Kanagawa", 1830
Joan Fontcuberta - Hokusai
Joan Fontcuberta. "Orogenesis: Hokusai", 2004

Orogenesis

Landschaft ohne Erinnerung


Joan Fontcuberta zeigt uns unberührte Landschaften von unendlicher Weite, die "nie ein Mensch zuvor gesehen hat". Sie erinnern an einsame alpine Hochgebirge, an nordische Fjorde oder an unzugängliche Schluchten mit idyllischen Wasserfällen. Niemand hat jemals diese Berge bestiegen oder diese fernen Welten durchwandert. Fontcuberta nennt sie treffend "Landschaften ohne Erinnerung", doch entpuppen sis sich als Projektionsflächen jener Naturerfahrungen, die wir, ganz gleich ob real oder medial vermittelt, bereits gemacht haben. Der Großteil der Landschaften wird uns aus weiter Ferne gezeigt, aber bei näherer Betrachtung kommen sie uns doch ein wenig zu glatt und unberührt vor. Tatsächlich handelt es sich um konstruierte Landschaften. Für die Herstellung der Landschaftsbilder nutzt Fontcuberta das Computerprogramm Terragen, das die Bildoberfläche der Vorlage in ein neues Bild übersetzt. Die Software wurde ursprünglich für militärische und wissenschaftliche Zwecke entwickelt. Heute wird sie vor allem für Werbespots und für die Erstellung von Landschaftshintergründen von Video-und Computerspielen genutzt. Der Titel der Arbeit Orogenesis bezieht sich hingegen auf der naturwissenschaftlichen Terminus der Orogenese, der Gebirgsbildung, die hier vom Rechner vollzogen wird. Das Computer-Rendering erzeugt stereotype Formen: klaren blauen Himmel, unbestiegene Berge mit verstreut platzierten Seen. Die Annahme, dass Fotografien "Natur" abbilden, wird in Fontcubertas Arbeit in Frage gestellt und der Zusammenhang von Original und Reproduktion zum Thema.

 

„Auszug aus: Images Recalled. Bilder auf Abruf, 3. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg, Ausst. Kat., Esther Ruelfs, Tobias Berger (Hg.), Heidelberg 2009“

Orogenesis

Landscapes without memory

 

In Landscapes without Memory, Fontcuberta has co-opted a piece of computer software originally designed for military or scientific use in rendering three-dimensional images of landscapes. The software enables the user to build photo-realistic models based on information scanned from two-dimensional sources - usually satellite surveys or cartographic data. The result gives the user the illusion of navigating in three dimensions what had previously been visualized only as a flat image. With this widely available "freeware" as his starting point, Fontcuberta has created the two series that constitute his Landscapes without Memory. In the "Landscapes of Landscapes" series, Fontcuberta feeds the software fragments of pictures by Turner, Cezanne, Dali, Stieglitz, Weston, and others, forcing the program to interpret a variety of landscape masterworks as "real." The contours and tones of these painted and photographic landscapes are transformed into three-dimensional mountains, rivers, valleys, and clouds. The vocabulary of art is thus transmuted into that of cartography. In the "Bodyscapes" series, Fontcuberta uses the same software to reinterpret photographs depicting fragments of his own body. The result? A wild, baroque, virtualfantasy world. While referring to the contemporary exchange between illusion, nature, culture, and technology, Landscapes without Memory also makes a pointed gesture aimed at fooling that epitome of machine rationalism: the computer. 

 



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