CHAN-HYO BAE


Punishment Project


Künstler-Statement

 

Die Hauptprojekte dieses Projektes sind „Macht“ und „Machtwille“. Am Anfang stand „Bestrafung“, ein Projekt, auf dem, bei der Annäherung an diese Themen, mein Fokus lag. Dann beschäftigte ich mich mit dem Thema der Macht, wobei Bestrafung letztlich mit der Ausübung von Macht verbunden ist. Anders formuliert ist meine Intention aufzuzeigen, dass der Wunsch nach Macht als Teil der menschlichen Natur ein starkes Vorurteil ist, im Unterschied zu einer anderen Kultur. Darüber hinaus möchte ich durch diese Arbeit einen Prozess erforschen und diesen in Bezug auf mein Leben reflektieren.

 

Der Sinn von Bestrafung liegt gemäß dem gesunden Menschen-verstand darin, einen Verbrecher seines Gewinns zu berauben und das Gesetz zu schützen, wegen Gesetzesverstößen oder anderer sozialer Regelungen. Bestrafung existierte in allen Zeiten und in allen Ländern universell, und ich bin blindlings daran interessiert gewesen und neugierig geworden, welche Bedeutung meine Sicht auf Strafe haben könnte. Darüber begann ich mich dafür zu interessieren, wie die Diskussionen über Macht und die Verbindung von Macht und Wissen im Poststrukturalismus gerechtfertigt wurden. Die menschliche Religion erwies sich in diesem Kontext als eine der wichtigsten und nützlichsten Methoden für die Persistenz von Macht in der westlichen Geschichte.

 

Aus diesem Grund entschied ich mich für eine weitere Auslegung des Begriffs der „Macht“ als Hauptthema dieses Projekts, und ich beabsichtige, die Frage der Bestrafung als das untergeordnete Thema zu betrachten, da ich sehe, dass Strafe das konkreteste und stärkste Beispiel für die Kenntlichmachung und Visualisierung von Machtausübung sein kann. In den letzten Jahren habe ich meine Arbeiten zum Thema „das Gefühl der Isolation und Vorurteile“ beibehalten. Durch diese Arbeiten erkannte ich, dass ich als asiatischer Mann in der westlichen Gesellschaft mein Gefühl der Isolation und das Vorurteil gegen mich auf einige soziale Faktoren wie Geschichte und Bildung zurückzuführen kann. Außerdem erkannte ich, dass die menschliche Natur durch moralischen Druck eingeschränkt ist, dank der Erkenntnis, dass der Wunsch nach Macht als menschliche Natur (natürlichem Streben) in dem Gefühl der Isolation und Voreingenommenheit reflektiert wird. In diesem Zusammenhang ist der Sinn der Strafe meines Erachtens das Ergebnis von dem Gefühl der Isolation und Voreingenommenheit, welches in der Machtstruktur sichtbar ist. So werde ich mein „Bestrafungsprojekt“ beginnen, indem ich die Macht als Ausschließlichkeit zwischen den rivalisierenden Subjekten in einer feststehenden Zeit und einem determinierten Raum definiere.

 

Wenn ich die Absicht meiner Arbeit im konkret beschreibe, dann ist dieses „Projekt der Bestrafung“ ein relativer Teil zwischen anderen und mir, in dem die Differenz der Denkweise zwischen dem Osten und dem Westen reflektiert wird, und das mir meinen Komplex der westlichen Gesellschaft ins Bewusstsein ruft. In der Tat habe ich kulturelle Unterschiede und Ethnozentrismus untersucht. Deshalb möchte ich einige Aspekte der Macht zur Sprache bringen, die mit mir bzw. meinen Erfahrungen und den Praktiken der Macht in Verbindung stehen. Die wichtigste Methode in meinem „Projekt der Bestrafung“ ist die Darstellung Machthabender. Dies geschieht in drei Schritten. Zuerst wähle ich einige Machthabende der englischen Geschichte aus. Zweitens mache ich auf der Basis meiner Arbeiten deutlich, wie diese historischen Machthabenden politische Konflikte mit ihren Konkurrenten austrugen und wie sie sie straften, um ihre politische Macht und Autorität zu demonstrieren. Schließlich beschreibe ich die appositiven Emotionen zwischen dem politischen Machthabenden und seinen oder ihren Rivalen und reflektiere verstärkt meinen Standpunkt vor diesem Konflikthintergrund. Auf diese Weise möchte ich meinem Gefühl und meinen Sinn für Isolation und Voreingenommenheit visuellen Ausdruck verleihen. Ich stelle dabei fünf politische Machthaber der englischen Geschichte dar.

Artist statement

 

The main project of this project is ‘power’ and ‘will to power.’ At the outset, it was ‘punishment’ that I focused on in the process of approaching these topics. However, my interest reached the matter of power, in that punishment is ultimately related to exercising power. In other words, I intend to express that desire for power in the human nature can be shown as a strong prejudice against the difference from other culture. Furthermore, through this work, I want to explore the process that I can deliberate on my existence.

 

The meaning of punishment is, according to the social common sense, to deprive a criminal of the benefit and protection of the law, because of violating the law or other social regulations. The existence of punishment has been universal in all ages and countries, and I have been blindly interested in it, because I have been curious about what meaning this viewpoint of mine on punishment may have inside my mind. Additionally, I became interested in the process of how the discussions on power and connecting power and knowledge have been justified, in the atmosphere of post-structuralism. Judging from this context, human religion used to be one of the most important and useful methods for the persistence of power in the western history.

 

For this reason, I chose a wider domain of ‘power,’ as the main topic of this project, and I intend to examine the matter of punishment as the lower level topic, because I view that punishment may be the most concrete and strong example in which I can recognize and visualize exercising power.

 

I have maintained my works within the topic of ‘the sense of isolation and prejudice’ for last several years. Through these works, I realizedthat as an Asian man in the western society, my sense of isolation and the prejudice against me are due to some social factors particularly such as history and education. Moreover, I could find the human nature restricted by moral pressure, by awakening to the fact that the desire for power as human nature is reflected in the sense of isolation and prejudice. In this context, the meaning of punishment is, from my point of view, the result of the sense of isolation and prejudice which is seen from power structure. Thus, I will begin my ‘punishment project,’ defining power as exclusiveness between the rival subjects in the fixed time and space.

 

Describing the intention of my work in more concrete sense, this ‘punishment project’ is a relative part between others and me, in which reflects the difference of the way of thinking between the east and the west, and would make me realize my complex in the western society. In fact, I have considered cultural gaps and ethnocentrism, so I want to express some aspects of power which has been related to me, in accordance with power operation. The main method of visualizing my ‘punishment project’ is being a power holder. This will be progressed in three steps. Firstly, I choose some power holders in English history. Secondly, as the background of my works, I highlight how these historical power holders made the political conflicts with their rivals and how they prosecuted punishments in order to show their political power and authority. Finally, I describe the appositive emotions between the political power holder and his or her rivals, and maximizing reflecting my point of view in this conflict background. By doing this, I intend to visualize my feeling and sense of isolation and prejudice in the process expressing five political power holders in English history.

 

By Chan-Hyo BAE



Punishment Project, 2012

 

80 x 102 cm
Edition: 7 

 

230 x 180 cm

Edition: 3
C-print 


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