INGE DICK - Polaroids


Blau
Blau
Weiß
Weiß
Rot
Rot
Boston Serie
Boston Serie


Inge Dick ist Malerin, Fotografin und Videokünstlerin. Eine Polaroid-Kamera nutzte sie zur fotografischen Dokumentation ihrer Gemälde. Seit 1982 avancierte die Fotografie zu einem eigenständigen Ausdrucksmittel künstlerischen Schaffens. Inge Dicks monochrome Polaroid-Fotografien sind keine Reproduktionen ihrer monochromen Gemälde sondern Lichtstudien, in denen sie die Wirkung des natürlichen Lichtes im Laufe eines Tages zu festgelegten Zeitpunkten in bestimmten Intervallen auf monochromen Flächen untersucht. Diese Flächen findet sie beispielsweise in ihrem Atelier oder in den Polaroid-Studios in Boston. Die Serien sind monochrome Flächen mit changierenden Farbtönen. Die Farbe differiert hinsichtlich Helligkeit und Temperatur. Die Polaroids erlaubten der Künstlerin wie keine andere Technik Licht, Raum und Zeit unmittelbar sichtbar werden zu lassen. 

 

Inge Dick wurde 1941 in Wien geboren. Nach einem kurzem Graphik-Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (1962) schuf sie ab 1971 Werke in der Malerei, die in enger Beziehung und Auseinandersetzung zur konkreten Kunst stehen. In dieser Zeit begegnete sie Werken von Karl Prantl, den ZERO-Künstlern und den von Licht durchfluteten Aquarellen Antonio Calderaras, die für sie von wichtigem Einfluss waren. Farbe, Licht und Zeit erweisen sich fortan als die zentralen Themen ihrer eigenen künstlerischen Arbeit. Dies gilt für ihre Malerei, ihren raumbezogenen Kunstprojekten als auch den seit den 1980er Jahren entstandenen fotografischen Bildern. 

 

Die Fotografie galt ihr anfangs als Medium der fotografischen Reproduktion ihrer eigenen Malerei. Die nuancierte Farbigkeit und Textur in ihrer Malerei hatte sich bei Abbildungen in Publikationen stets als unzureichend erwiesen. Später trat dann zunehmend das Fotografieren selbst in den Fokus ihrer Arbeit – mit genauen Betrachtungen und reflektieren der wechselnden Schatten-und Lichtsituationen auf ihrer Malerei /Objekten. Anschließend setze sie sich mit der Technik der Polaroid-Fotografie auseinander, war von ihrer spezifischen Materialität und der eigenen Magie begeistert. Wie keine andere Technik erlaubten die Polaroids als Unikate - Licht, Raum und Zeit unmittelbar sichtbar werden zu lassen. Anfänglich wurden kleine Serien mit einem SX70 Polaroid Film realisiert wie „Sklitri“ oder „Sky“. Später konnte sie ab den 1995er Jahren auch mit größeren Polaroid Kameras (50x70 cm) und der weltweit größten Polaroid Kamera (100x200cm) in Boston / USA ihre eigenständigen Fotografien realisieren. Dabei fotografierte sie im Laufe eines Tages in bestimmten zeitlichen Abständen monochrome Flächen in ihrem Atelier oder in den Polaroid-Studios in Boston oder Prag (mit technischer Hilfe von Jan Hnízdo), das die Veränderungen des farblich temperierten/frequentierten Lichts zeigt. 

 

Das Datum und die genaue Uhrzeit geben den Werken auch ihren Titel, wie: Schwarz, 14.06.1996 – 14.00 -19.37h. An dem Grundprinzip, monochrome Flächen zu fotografieren, hielt Inge Dick dabei fest, bis die von ihr verwendeten Filme und Kameras von Polaroid Inc. im Jahr 2008 eingestellt wurden. Danach folgten fotografische Arbeiten im digitalen Format. Ihr erstes, 2007 entstandene Filmprojekt mit dem Titel zinnober zeigt in Echtzeit die Veränderungen einer zinnoberroten Fläche über einen Zeitraum des 13,5 Stunden unter dem Einfluss des Tageslichts im Verlauf eines Augusttages. Von einem weiteren Filmprojekt  blau, unendlich (2010) wurden Einzelaufnahmen herausgelöst und als fotografische Einzelwerke realisiert. 

 

Sie realisierte auch sakrale Räume in Auftrags Arbeiten für Kunst am Bau in Oberösterreich und Salzburg  - wie Meditationsräume, Kapellen und Aufbahrungshallen für Verstorbene - also Orte der Ruhe, Besinnung und Andacht. Hier wie auch in ihren anderen künstlerischen Werken zeigt sich die Nähe zum Zen-Buddhismus, zur konkreten Kunst und Musik, die für sie immer eine Inspiration und ein Weg ist. Kein Künstler/in hat sich in der Fotografie so intensiv und konsequent mit der Materialität der Farbe und des Lichts gewidmet, wie Inge Dick es über Jahrzehnte getan hat.

 

Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen österreichischer und internationaler Museen  wie u.a. Museum der Moderne, Salzburg ; Lenbachhaus, München ; Museum Ludwig, Köln und dem Guggenheim Museum, New York. Inge Dick lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee in Oberösterreich.

Inge Dick works as a painter, video artist, and photographer. Dick used the Polaroid camera to document her paintings, since 1982 photography has been serving as an autonomous medium for her artistic expression. The monochrome photographs by Inge Dick are not just reproductions of her monochrome paintings, they are studies of light in which the change of natural light on monochrome surfaces in the course of one day is captured in specific intervals. The artist finds these surfaces in her studio or in the Polaroid studios in Boston. The series Black shows monochrome surfaces with slight variations of the black color, with differences in their temperature and the lightness of the shade. The Polaroids offer the possibility to visualize light, space, and time better than any other camera and material. 

 

Inge Dick was born in Vienna 1941. After a short study of graphics at the University of Applied Arts in Vienna (1962), she created works in painting from 1971, which are closely related to and engaged with concrete art. During this period she encountered works by Karl Prantl, the ZERO artists, and the watercolors of Antonio Calderara, flooded with light, which were important influences for her. From then on, color, light and time proved to be the central themes of her own artistic work. This applies to her painting, her space-related art projects as well as the photographic images she has created since the 1980s. 

 

In the beginning, she regarded photography as a medium for the photographic reproduction of her own painting. The nuanced color and texture in her painting had always proved inadequate when reproduced in publications. Later, photography itself increasingly became the focus of her work - with close observation and reflection of the changing shadow and light situations on her painting / objects. Subsequently, she began to deal with the technique of Polaroid photography, was fascinated by its specific materiality and its own magic. Like no other technique, the Polaroids as unique pieces - allowed light, space and time to become immediately visible. Initially, small series were realized with an SX70 Polaroid film, such as "Sklitri" or "Sky". Later, from the 1995s, she was able to realize her independent photographs with larger Polaroid cameras (50x70 cm) and the world's largest Polaroid camera (100x200cm) in Boston / USA. She photographed monochrome surfaces in her studio or in the Polaroid studios in Boston or Prague (with the technical help of Jan Hnízdo) at certain time intervals during the course of a day, which shows the changes in the color tempered/frequented light. 

 

The date and the exact time also give the works their title, such as: Black, 14.06.1996 - 14.00 -19.37h. Inge Dick stuck to the basic principle of photographing monochrome surfaces until the films and cameras she used were discontinued by Polaroid Inc. in 2008. This was followed by photographic works in digital format. Her first film project, titled vermilion, made in 2007, shows in real time the changes in a vermilion surface over a period of 13.5 hours under the influence of daylight over the course of an August day. From another film project blue, infinite (2010), individual shots were extracted and realized as individual photographic works.

 

She also realized sacred spaces in commissioned works for Kunst am Bau in Upper Austria and Salzburg - such as meditation rooms, chapels and burial halls for the deceased - i.e. places of rest, reflection and devotion. Here, as in her other artistic works, the closeness to Zen Buddhism, concrete art and music, which is always an inspiration and a path for her, is evident.  No other artist has dealt so intensively and consistently with the materiality of color and light in photography as Inge Dick has done over decades.

 

Her works are in the collections of Austrian and international museums including Museum der Moderne, Salzburg ; Lenbachhaus, Munich ; Museum Ludwig, Cologne and the Guggenheim Museum, New York. Inge Dick lives and works in Innerschwand am Mondsee in Upper Austria.



Ausstellung und Interview mit der Künstlerin



Polaroids 14.6.1996 – 16.8.2006. 

INGE DICK

Dauer der Ausstellung: 06. Juni – 25. Juli 2015

 

Die Photo Edition Berlin präsentierte 2015 die österreichische Künstlerin Inge Dick.  In der Ausstellung waren ihre Polaroid Werkzyklen: Schwarz; Rot; Weiß; Sky und Sklitri aus den Jahren 1996 – 2006 zu sehen. Ergänzend wurden die neueren Werke aus der Serie „ Sommer Licht weiß“ gezeigt.

 

Ihr filmisches Werk „zinnoberrot“, eine 13,5 stündige Manifestation ihres Schaffens wurde als Video projiziert. Es war die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Galerie. 

 

Polaroids 14.6.1996 - 16.8.2006. 

INGE DICK

Duration of the exhibition: June 06 - July 25, 2015.

 

Photo Edition Berlin presented in 2015 the Austrian artist Inge Dick (* 1941 in Vienna).  The exhibition featured her Polaroid work cycles: Black; Red; White; Sky and Sklitri from 1996 - 2006. In addition, the more recent works from the series " summer light white" were shown. Her cinematic work "vermilion", a 13.5 hour manifestation of her work was projected as a video. It was the first solo exhibition of the artist in the gallery. 



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