HANS-JÜRGEN RAABE



EINZELAUSSTELLUNG /Solo-Exhibition

 
HANS-JÜRGEN RAABE - 990 faces
091- 390 // Von Marrakesch bis zum Brandenburger Tor

 

17.09.  - 15.10. 2014

 

Einführung von Prof. Klaus Honnef 

 

Prof. Klaus Honnef, Jahrgang 1939, Kunstkritiker und Kurator, Redaktionschef bei den „Aachener Nachrichten“, Direktor des „Westfälischen Kunstvereins“, Münster und Ausstellungschef des „Rheinischen Landesmuseums Bonn“. 1972 und 1977 Mitorganisator der documenta 5 und 6 in Kassel – erstmals wurde Fotografie im Kunst-Zusammenhang gezeigt. Durch zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen hat er die Fotografie in der Kunstszene verankert. Prof. em. für „Theorie der Fotografie“ in Kassel, Gastprofessor und Lehrbeauftragter an deutschen Universitäten und Hochschulen. Seit 2000 freier Kurator und Autor. Er verantwortet mehr als 500 Ausstellungen weltweit, ist Autor vieler Bücher. Klaus Honnef ist Träger des „Chevalier de l’ordre des arts et des lettre“ der französischen Republik und erhielt 2011 den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

 


HANS-JÜRGEN RAABE

Video von der Einzelausstellung: 990 faces

Von Marrakech bis zum Brandenburger Tor

17.09. - 15.10. 2014

Einführung von Prof. Klaus Honnef 

 

Länge : 11.15 min


 

990 Faces

Das große fotografische Bild unserer Zeit

 

Nach dem Erscheinen der ersten zehn Buchpublikationen seit Oktober 2012 zeigen wir in der zweiten Einzelausstellung von Hans-Jürgen Raabe in der Galerie die neuesten Orte und Gesichter seines Langzeitprojektes, dessen Vollendung das gesamte Jahrzehnt umspannen wird.

 

Seit 2010 bereist der Fotograf verschiedene Länder und Kontinente, darunter magische Orte wie Myanmar, Lourdes und zuletzt Grönland oder die Verbotene Stadt. Jede seiner insgesamt 33 ortsspezifischen Serien vereint 10 Stills und 30 Porträts. In 10 Jahren entstehen so vor Ort 990 Faces, die in der Summe ein Porträt der Menschheit formen. Das erste Drittel des Projektes ist fertiggestellt und wird in der PHOTO EDITION Berlin gezeigt.

 

„Raabes Absicht ist es, fotografisch zu erkunden, ob sich in jeweils 30 Gesichtern von Menschen (und manchmal auch Körpern) so etwas wie ein Verhältnis zu den Orten abzeichnet, an dem er sie fotografiert. In aller Welt.“ (Klaus Honnef)

 

Gezeigt wird auch eine seiner neuesten Serien „241-270 // Brandenburger Tor“. Für Raabe ist das Brandenburger Tor ein ganz besonderer Ort, ein Schmelztiegel verschiedenster Nationen, ein Ort, der seit dem Fall der Mauer vor 25 Jahren zu einem Spiegel unserer heutigen globalen Menschheit geworden ist.

Im August 2014 wurde im Rahmen der Eröffnung des PhotoBookMuseums in Köln Raabes in den Medien viel besprochene Großinstallation zu 990 Faces vorgestellt. NDR Kultur nannte Raabes Arbeit einen „weltumspannenden Porträtzyklus“ und die Deutsche Welle resumierte: „Er ist ein Meister darin, Menschen direkt ins Gesicht zu blicken“. 

 

Aktuelles über den Stand des Langzeitprojekts finden sie immer auf 990faces.com.

 

 


 

990 Faces

 

Die Debatte ist alt. So alt wie die Fotografie selbst. Kann die Kamera, dieses kalte, kantige, technische, quasi selbsttätige Tool menschliches Wesen plausibel erfassen, Charakter erschließen, so etwas wie Seele offenbaren? Die Maler sagten entschieden: nein. Allein das in mühevoll langen Sitzungen erarbeitete „Simultanporträt“, das die verschiedenen Facetten eines Menschen zusammenführe, quasi zur Deckung bringe, sei in der Lage, ein stimmiges, gleichsam ewiges Bild zu stiften. Die Fotografie, keine Frage, hat die Malerei beerbt. Speziell Porträt bedeutet im technischen Zeitalter ein fotografisches Porträt. Womit die Frage nach der Gültigkeit einer Bildnisstudie keineswegs beantwortet ist. Suchten die Kunstfotografen des ausgehenden 19. Jahrhunderts ihr Heil in vorbereitenden Gesprächen, um im Moment einer vermeintlichen Öffnung ihres Gegenübers die Platte zu belichten, dann setzte die Avantgarde der 1920er und 30er Jahre auf die Serie, die Reihe, die Sequenz. „Man muss ganz klar feststellen“, so Alexander Rodtschenko, der russische Konstruktivist, Gestalter, Fotograf, „dass seit dem Aufkommen von Fotodokumenten keine Rede mehr von irgendeinem einheitlichen ewigen Porträt sein kann. Mehr noch, der Mensch ist keine Summe, er ist eine Vielzahl von Summen, die manchmal auch völlig gegensätzlich sind.“ Rodtschenko plädiert für die Momentaufnahme. Er plädiert für eine „Vielzahl von Momentaufnahmen“. Er plädiert für ein Mosaik aus zufälligen Bildern: „Je weniger von einem Menschen authentisch ist, um so romantischer und interessanter ist er.“ Auch Hans-Jürgen Raabe glaubt an die Momentaufnahme, an die Magie des Augenblicks. Auch er definiert sich über Serien, über konzeptionell vorgedachte Reihen und Sequenzen. Auch er unterwirft sich der Mühe langer, ausgreifender Projekte. Sein aktuelles wird sich wohl über viele Jahre ziehen. Woran Raabe nicht glaubt, ist die flüchtige Begegnung als Chance, das Wesen eines Menschen zu erschließen.

 

Raabes Domäne ist das Menschenbild. Aber nicht im Sinne von Porträt bzw. Seelenkunde. Was Raabe interessiert, ist die soziologische Seite unseres Menschseins. Das Miteinander unterschiedlichster Typen, Gestalten, Existenzen, so normal oder bizarr, charismatisch oder grau sie auch immer sein mögen. Für Raabe ist die Kamera nicht Stethoskop, sondern Botanisiertrommel. Eine magische Büchse, die ihn zum Hinschauen zwingt, zum bewussten Sehen, was, wie Jean-Christophe Ammann meint, für sich allein ein großes Glück bedeuten kann. Bereits der Titel – „990 Faces“ – kündigt es an: Hier geht es um Gesichter. Nicht um Charaktere. Hier geht es um Erscheinung. Aber nicht wie bei Richard Avedon, der sich expressis verbis für die Oberfläche, die menschliche Maske interessierte. Raabe nimmt die Leute wie sie sind, wie sie sich geben im öffentlichen Raum. Darauf fußt sein Konzept, zu dem auch Intuition, Vorausschau, blitzschnelles Agieren gehören. „Der richtige Augenblick zur Betätigung des Auslösers ist gekommen, wenn man ein Objekt auf eine neue Weise sieht“, sagt Susan Sontag. Raabes Bilder sind erhaschte, im Bruchteil einer Sekunde erfasste Momente, ungestellt, ungeschönt, direkt, präzise im Ausschnitt, dabei voller Poesie. Und – sparsam in den bildnerischen Mitteln sprich: Keine gesuchte Avantgarde. Raabe erfasst Menschen, die stellvertretend für viele andere Menschen stehen: Kinder für Kinder, Alte für Alte, Frauen für Frauen, darunter schöne, aber auch solche, mit denen es das Leben nicht unbedingt gut gemeint hat. Was sich so formt, ist eine große Welterzählung. Nicht als Neuauflage jener „Family of Man“-Idee, wie sie in den 1950er Jahren Furore gemacht hat. Raabe ist kein Romantiker, und die Vorstellung von einer für die Museumswand inszenierten Menschenfamilie ist ihm fremd. Andererseits gilt es, heute mehr denn je, global zu denken, die Erde ganzheitlich und vernetzt zu sehen. Ein bunter Planet, dessen Buntheit sich allenthalben und auch im Kleinen spiegelt. Das sind die Fragen, die Hans-Jürgen Raabe umtreiben – und auf die er fotografierend eine Antwort sucht. Dass er sich nur selten für „die monumentalen Leistungen der Menschheit, wie Hochhäuser, Brücken und Straßen“ interessiere, geschehe keineswegs „aus mangelnder Anerkennung ihrer Größe oder Schönheit“, hat Henri Cartier-Bresson einmal bekannt, „sondern einfach deswegen, weil mich am Menschen das menschliche Wesen vor dem Erbauer interessiert; was er baut, hat bis zu einem gewissen Grad Bestand, während der Ausdruck seines Wesens im Bruchteil einer Sekunde aufgeschnappt werden kann oder einem entgeht. Diesen Bruchteil einer Sekunde einzufangen, stellt meiner Meinung nach die bedeutendste Leistung der Fotografie dar.“ Die Fotografie als Chance, das Ephemere zu bannen, den Lauf der Dinge anzuhalten, ihm eine klar umrissene Botschaft zu entlocken – das ist es, was auch Hans-Jürgen Raabe reizt, ohne dass er dem viel zitierten „entscheidenden Augenblick“ nacheifern würde. Seine Bilder sind weniger narrativ als meditativ, weniger erzählend als reflektierend. Eine Geschichte formt sich in der Summe, wenn Gesichter und Stills in strenger Auswahl aufeinandertreffen.

 

Raabe ist Sammler. Auch ihn fasziniert zunächst jener dokumentarische Kern, der jeder Fotografie innewohnt. Das „So-ist-es gewesen“, zu dem sich, im Fall des gestaltenden Künstlers das Wissen gesellt, ein einzigartiges, singuläres Bild gestiftet zu haben. Raabe inszeniert nicht, blitzt nicht, manipuliert nicht am Computer. Was ihn reizt, ist die ungestellte Wirklichkeit und das Vermögen der Kamera, ein klar definiertes Stück aus Raum und Zeit herauszuschneiden. „Der Abenteurer in mir fühlte sich verpflichtet, mit Hilfe eines flinkeren Instruments als dem Pinsel die Narben der Welt zu bezeugen“, so noch einmal Cartier-Bresson. Auch Raabe, 1952 geboren, gelernter Fotograf, dazu schreibender Journalist, Verleger, Publizist, schaut wach und ausgerüstet mit einem handelsüblichen Fotoapparat auf diese Welt. Aber es sind nicht die Narben, die ihn interessieren, nicht Kriege und Konflikte sind es, die ihn bewegen. Bewusst sucht Raabe Orte, die einer eher zivilen Ausstrahlung gehorchen. Ob Myanmar, Lourdes oder das Oktoberfest, Marrakesch oder die Fifth Avenue: Zum Fluchtpunkt seiner Arbeit bestimmt Raabe Plätze, die eine Art ponderierten Ausnahmezustand spiegeln, eine Form besonderer Normalität oder vice versa normaler Besonderheit. Geht sein Konzept auf, dann wird er am Ende dreiunddreißigmal losgezogen sein, um der Magie eines Ortes nachzuspüren, ohne dass der Ort selbst zum Thema würde. Er ist nur die Bühne, die Plattform für Menschen, die so besonders sind wie normal, individuell wie durchschnittlich. Dreiunddreißig Orte. Je dreißig Menschen-Bilder. Auch diese rigorose Beschränkung ist Teil einer klar umrissenen gedanklichen Struktur. Raabe weiß: Mehr ist nicht mehr. Aber weniger wäre nicht genug. Was er sagen möchte: Es lässt sich plausibel in dreißig Aufnahmen erzählen. Dazu zehn Stills als eine Art Prolog, nicht erklärend, nicht journalistisch eher enigmatisch: Der Geist eines Ambientes als Rätsel über allem. Im Porträt – sei es Bildnis oder schlicht Gesicht – spiegeln sich immer zwei: Der Porträtierte und sein Fotograf. Bei Raabe gibt es keine Interaktion. Er drängt sich nicht auf, mischt sich nicht ein. Sein Handeln bleibt diskret. Wenn der Fotograf Hans-Jürgen Raabe in seinen Bildern kenntlich wird, dann durch seine Neugier gepaart mit Demut, sein Interesse gepaart mit Respekt, seinen unbedingten künstlerischen Willen ohne aufgesetztes Künstlertum. „Schau an, was dich anschaut“, lautet eine seiner Devisen. So gesehen ist seine Fotografie auch eine Schule des Sehens oder besser: Eine Aufforderung, das Sehen neu zu lernen. Mit offenen Augen, aber blind gehen wir durch die Welt. Hans-Jürgen Raabe hält mit seiner Kamerakunst dagegen. Schaut Menschen an, schaut ihnen ins Gesicht, erträgt ihren Blick. Was so entsteht, sind „große stille Bilder“, um einen Begriff des Medienwissenschaftlers Norbert Bolz aufzugreifen. Nicht nur stemmen sie sich gegen eine grassierende Gleichgültigkeit im Alltag. Sie opponieren auch gegen das Flimmern und visuelle Rauschen allenthalben. „Gute Fotos“, sagt Norbert Bolz, „sind Zäsuren im unendlichen Roman der Wahrnehmung.“ Raabes Aufnahmen funktionieren als Solitäre. Im Buch steht jedes Bild für sich. Pro Band formen sie – im Verein mit den Stills – eine Geschichte. In der Summe der Geschichten eine Utopie. Hans-Jürgen Raabe scheut alles Belehrende. Er folgt keinem Dogma. Und doch wird klar, worum es bei „990 Faces“ geht – um das Abenteuer Mensch.

 

Hans Michael Koetzle

 

 


Hans-Jürgen Raabe stands in the hall of the Photobookmuseum, Cologne where his exhibition is being shown until October 2014. (Photo: Deutsche Welle)
Hans-Jürgen Raabe stands in the hall of the Photobookmuseum, Cologne where his exhibition is being shown until October 2014. (Photo: Deutsche Welle)

German photographer captures human beauty in global project

“The apparition of these faces in the crowd/Petals on a wet, black bough,” reads the 14-word imagist poem of the revolutionary 20th-century literary figure Ezra Pound in which he likens human faces to petals on a bough.

For those who are mesmerized by the way Pound encapsulates the beauty of faces in this poem titled "In a Station of the Metro" in such an unembellished yet vivid and delicate way, there is now the chance to see an İstanbul exhibition by Austria-based German photographer Hans-Jürgen Raabe, who treats humans and their beauty in a straightforward but elegant manner.

On display until March 12 at the İstanbul Photography Museum in collaboration with the Goethe Institute İstanbul, the exhibition features a total of 240 portrait photographs Raabe took in eight different locations around the world in addition to 80 photographs as part of his ambitious global portrait project “990 Faces.”

“Each person is the most important thing in the world. [So] my aim in this project is to show how beautiful and interesting people are,” the artist told Sunday's Zaman in an exclusive interview at the exhibition venue.

Seeing his camera as a tool of communication with individuals, Raabe -- a former journalist -- pointed out that our disinterest in other people's faces, thus the lack of real knowledge about others, is one of the reasons that motivated him to start this project, which he launched in 2010 in Myanmar after a 30-year absence from photography.

The artist visited Lourdes, Marrakech, New York's Fifth Avenue, İstanbul, Paris's Eiffel Tower, Germany's Octoberfest and the 13th edition of contemporary art exhibition “documenta” (the photographs he took at “documenta” are not exhibited in İstanbul). With a total of 33 venues in his itinerary, the artist adds a total of 30 photos -- thus, a series -- in his growing collection of photos in each place he visits.

“Lots of women say that they are ugly. But in fact, they are not. [Who knows,] you might be more beautiful than Kate Moss. Our vision of others is shaped by advertisements, media and thus artificiality. … So, there is no Photoshop, no make-up and no posing in my works. I want to depict people as natural as they are in my art.”

Describing his project as a journey and process of self-exploration, the artist says he has to see the places on his map beforehand and he sometimes visits them many times. “For instance, I had been in İstanbul nearly 10 times before I photographed the people in the city.”

‘Magic is hidden in feelings'

Raabe believes magic is hidden in feelings and he photographs people only when he feels it is the right moment. Responding to a question about how he selects the places he visits in the project, the artists says it is also a matter of “feeling” and he does not prefer one place to another as each place has unique characteristics just like the people he photographs.

In addition, the artist notes he wanted to photograph a total of 990 faces -- not one more or one less -- because he feels it is a mathematically strong number. Commenting on his choice of adding only 30 portraits in each series, Raabe says he felt it is an ideal number, adding that he photographed more than 30 people but meticulously selected only 30 photographs.

The concepts of freedom and openness also bear utmost significance for Raabe while carrying out the project. The photographer does not have any strict plans about the project, but wishes to complete it within 10 years to see how his view of the world, people and places change over such a long period of time.

“I carry out my project with open eyes so as not to miss anything. The project is an open one as well. [For instance,] I photographed a woman in Berlin. And when I told her what I was doing, she was proud to be part of such a project,” Raabe tells.

On the other hand, if anyone does not want Raabe to include his or her portrait in the project, he deletes the photograph immediately, even before loading it on his computer. The artist wants his subjects to feel as free as he does while carrying out the project.

“It is fun to do this project. It is like a puzzle,” the photographer says, admitting that he does not employ a journalistic point of view since he thinks it would require him to have a story in his mind that needs to be completed.

‘İstanbul is a melting pot of cultures'

Time and timing decided the photographer's plans. “[For instance,] in my visit to İstanbul for the project, I chose to be in the city at the end of April. I knew what I was looking for and I knew there would be a much more different city and Turkish people if I had came here in winter,” Raabe stated.

“I was in İstanbul for 10 days. I preferred to photograph people on the ferries travelling along the Bosporus in the mornings between the hours of 10 and 11. The moment is important for me. Nobody is at home or work. So, everybody is between something just like İstanbul is -- a city that links Europe and Asia; a melting pot of countries, cultures, tradition and history.”

Another important element of İstanbul for the artist is that the city is hosting the biggest and the first-ever museum exhibition of the project. The district where the exhibition venue is located, Fatih, is also special for the artist because of its historical texture.

The photographer aims to culminate the project with a show at New York's Museum of Modern Art (MoMA) where he would like to photograph the faces of 30 visitors as the last series of the project. “When you put all these 990 faces together, you will have a portrait of this world, a reality… And 60 years later, I want people to know what the world and people looked like in our time,” said Raabe.

For further information about the artist and the project, visit www.990faces.com. The İstanbul Photography Museum is located on Kadırga Liman Caddesi No. 60, in the Kadırga neighborhood of Fatih. The museum can be visited from 10 a.m. to 6 p.m. Tuesday through Sunday.

 

15 December 2013 /HATİCE KÜBRA KULA, İSTANBUL


Edition: 990 faces

 

18 x 24 cm

Limited Edition: 15

Print auf Hahnemühlen Fine Art Paper

 

60 x 80 cm

Limited Edition: 12

Print auf Hahnemühlen Fine Art Paper



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