GOTTFRIED JÄGER


Gottfried Jäger. Thema und Variationen II - Sprung
Thema und Variationen II - Sprung
Gottfried Jäger-Polarisationen
Polarisationen
Gottfried-Jäger-Fotogenische Landschaften
Fotogenische Landschaften
Gottfried Jäger-Farbsysteme
Farbsysteme

Gottfried Jäger - Lochblendenstrukturen
Lochblendenstrukturen
Gottfried Jäger-Rotationsprogramm
Rotationsprogramm
Gottfried Jäger-Multiple Optik
Multiple Optik
Gottfried Jäger-Fotopapierarbeiten
Fotopapierarbeiten
Photographismen
Photographismen


In seiner Person vereint sich vieles von dem, was die Photographie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ausmacht. Er ist Künstler, Vermittler, Kurator, Wissenschaftler und Ideengeber für viele Projekte.

 

Gottfried Jäger hat nach seiner Gesellenprüfung Photographie in Bielefeld und Meisterprüfung Photographie in Köln an der Staatlichen Höheren Fachschule für Photographie Köln studiert. Von 1960 – 1972 war er Fachlehrer Photographie an der Werkkunstschule

Bielefeld, von 1972–2002 an der Fachhochschule Bielefeld Professor für Photographie mit den Lehrgebieten künstlerische Grundlagen der Photographie, Photographik und Generative Bildsysteme. 2011 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit zum Werk des Mikrophotographen Carl Strüwe.

 

Gottfried Jäger hat maßgeblich die „Bielefelder Schule der Fotografie“ begründet und über Jahrzehnte wichtige Impulse für die Ausrichtung des Studiums in Bielefeld gegeben. Die nahezu legendären Bielefelder Photosymposien haben weit über die Grenzen Bielefelds gewirkt und sind in mehr als 30 Jahren zu einem wichtigen Ort der photographischen Theoriebildung geworden.

 

Schon in den 60er Jahren entwickelt er den Begriff der „Generativen Photographie“ und arbeitet eng mit Herbert W. Franke, Hein Gravenhorst, Kilian Breier, Pierre Cordier und Karl Martin Holzhäuser zusammen. Seine künstlerische Arbeit in Form von Photopapierarbeiten, Photoobjekten und Installationen wird ergänzt durch die historische und kunstwissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der „Bildgebenden Photographie“. Gottfried Jäger vereint in herausragendem Maße die sich gegenseitig bereichernden Aspekte eines Künstlers, Hochschullehrers und ‚Netzwerkers‘ für die Belange der Photographie. Mit dem Kulturpreis der DGPh wird ein Lebenswerk gewürdigt, das in Deutschland sicher singulär ist.

Gottfried Jäger unites many aspects that are characteristic and relevant for German Photography after the Second World War. He is an artist, a mediator, a curator, a scientist, and an initiator of many projects. 

 

Gottfried Jäger completed an apprenticeship in Photography. He passed his examination (Gesellenprüfung) in Bielefeld and his examination for the Master Craftsman’s diploma (Meisterprüfung) in Cologne. He studied at the Staatliche Höhere Fachschule für Photographie in Cologne (today University of Applied Sciences). Between 1960 and 1972 he worked as specialist teacher for Photography at the Werkkunstschule Bielefeld, from 1972 to 2002 he was a professor for Photography teaching the Artistic Basics of Photography, and Photographic and Generative Imaging Systems (Generative Bildsysteme). In the year 2011 he was awarded a doctorate at the University Bielefeld for his work on microphotographer Carl Strüwe.

 

Gottfried Jäger founded the Bielefeld School of Photography (Bielefelder Schule der Fotografie) and gave essential impulses for the orientation and the topics of study in Bielefeld for decades. The legendary symposia on photography were known all over Germany and have become an important institution for the development of photographic theory over the course of the last 30 years.

 

Jäger developed the term Generative Photography in the 1960s and worked collaboratively with Herbert W. Franke, Hein Gravenhorst, Kilian Breier, Pierre Cordier, and Karl Martin Holzhäuser. His artistic work, including photographic paper works, photo objects, and installations, is completed by his historical and art historical research on the history of Generative Photography. His oeuvre, which is singular in Germany, was honored with the Cultural Prize of the German Photographic Association (Deutsche Gesellschaft für Photography, DGPh) in 2014.



GOTTFRIED JÄGER
Fotografien der Fotografie
Generative Arbeiten 1965 - 2012

 

09. März bis 24. Mai 2014

 

 

Anlässlich der Verleihung des Kulturpreises 2014 der Deutschen Gesellschaft für
Photographie (DGPh) an den Künstler der Galerie, Gottfried Jäger, zeigt die Photo
Edition Berlin eine Auswahl von Vintage Prints und Unikaten aus seinem Schaffen:


• Luzidogramme (1965)
• Photogenic Landscapes (1966)
• Digital Images (2008)
• Neue Fotopapierarbeiten (2012)


Preisverleihung in der Berlinischen Galerie am 07.03.2014. Laudatio Dr. Bernd Stiegler.
Preisverleihung in der Berlinischen Galerie am 07.03.2014. Laudatio Dr. Bernd Stiegler.

 GOTTFRIED JÄGER -

Kulturpreis 2014 der Deutschen Gesellschaft für Photographie

 

Der Künstler und Wissenschaftler Prof. Dr. Gottfried Jäger erhält den Kulturpreis 2014 der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

 

Mit Prof. Dr. Gottfried Jäger ehrt die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) einen wichtigen Impulsgeber für die Photographie seit den 1970er Jahren. In seiner Person vereint sich vieles von dem, was die Photographie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ausmacht. Er ist Künstler, Vermittler, Kurator, Wissenschaftler und Ideengeber für viele Projekte. Der Preis wird am 7. März im Rahmen des DGPh-Symposiums „Missing Links & Forschungslücken“ im Auditorium der Berlinischen Galerie verliehen.

 

Träger des seit 1959 von der DGPh verliehenen Kulturpreises für bedeutende Leistungen in der Photographie sind unter anderem Prof. Klaus Honnef, Stephen Shore, Wolfgang Tillmans, Stephen Sasson, Edward Ruscha, Prof. F.C. Gundlach, David Hockney, Lennart Nilsson, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson und Man Ray. Der Preis besteht aus einer Urkunde sowie einer von Prof. Ewald Mataré (1887 – 1965) gestalteten, goldgefassten optischen Linse.

 

Gottfried Jäger (geboren 1937 in Burg) hat nach seiner Gesellenprüfung Photographie in Bielefeld und Meisterprüfung Photographie in Köln an der Staatlichen Höheren Fachschule für Photographie Köln studiert. Von 1960–1972 war er Fachlehrer Photographie an der Werkkunstschule Bielefeld, von 1972–2002 an der Fachhochschule Bielefeld Professor für Photographie mit den Lehrgebieten künstlerische Grundlagen der Photographie, Photographik und Generative Bildsysteme. 2011 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft mit einer Arbeit zum Werk des Mikrophotographen Carl Strüwe.

 

Gottfried Jäger hat maßgeblich die „Bielefelder Schule der Fotografie“ begründet und über Jahrzehnte wichtige Impulse für die Ausrichtung des Studiums in Bielefeld gegeben. Die nahezu legendären Bielefelder Photosymposien  haben weit über die Grenzen Bielefelds gewirkt und sind in mehr als 30 Jahren zu einem wichtigen Ort der photographischen Theoriebildung geworden.

 

Schon in den 60er Jahren entwickelt er den Begriff der „Generativen Photographie“ und arbeitet eng mit Herbert W. Franke, Hein Gravenhorst, Kilian Breier, Pierre Cordier und Karl Martin Holzhäuser zusammen. Seine künstlerische Arbeit in Form von Photopapierarbeiten, Photoobjekten und Installationen wird ergänzt durch die historische und kunstwissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der „Bildgebenden Photographie“.

 

Zum 150jährigen Jubiläum der Photographie 1989 war Jäger maßgeblich an der Ausstellung und dem Katalog zu „Das Foto als autonomes Bild“ mit J.A. Schmoll gen. Eisenwerth und Jutta Hülsewig-Johnen beteiligt und konnte hier der bildgebenden Photographie einen entsprechenden Stellenwert zuweisen. Die Entdeckung und Aufarbeitung des Werkes von Carl Strüwe ist ihm zu verdanken. Gottfried Jäger vereint in herausragendem Maße die sich gegenseitig bereichernden Aspekte eines Künstlers, Hochschullehrers und ‚Netzwerkers‘ für die Belange der Photographie.

 

Mit dem Kulturpreis der DGPh wird ein Lebenswerk gewürdigt, das in Deutschland sicher singulär ist.

 

Die Pressemitteilung und Bilder zur Berichterstattung unter www.dgph.de
Weitere Informationen zu Prof. Dr. Gottfried Jäger unter www.gottfried-jaeger.de

 


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Laudatio zur Verleihung des Kulturpreises 2014 der DGPh
Bernd Stiegler
Gottfried Jäger: Der Fotograf der Fotografie
Laudatio Dr. Stiegler.pdf
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Pressemitteilung Ausstellung "Gottfried Jäger. Fotografien der Fotografie"
Pressemitteilung_Gottfried Jäger_2014.pd
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Der Begriff ‚konkret’ kennzeichnet eine Fotografie, die bewusst auf Abbildung und Darstellung äußerer Gegenstände verzichtet und ausschließlich bildeigene Gesetzmäßigkeiten verfolgt. Sie setzt ‚sich selbst’ zum Thema: das Licht, ihre einzigartigen Materialien, ihre generativen Prozesse, den Apparat. So entstehen reine Lichtbilder, Fotografien der Fotografie, eine Bildgattung eigener Art. Mit ihren Entwicklungen, die sich über das 20. Jahrhundert verfolgen lassen, tritt die Konkrete Fotografie neben entsprechende Erscheinungsformen wie Konkrete Malerei, Konkrete Poesie und Konkrete Musik.

 

1968 führte Gottfried Jäger den Begriff Generative Fotografie für ein künstlerisches Programm ein, das Methoden der Konkreten Fotografie aufgreift, dabei jedoch dem Stil konstruktiver Gestaltung folgt: konstruktiv, systematisch, seriell. Auch Beispiele dieser Art werden in der Ausstellung zu sehen sein.

 

Die Werke von Gottfried Jäger befinden sich in internationalen Sammlungen.

 

Zur konkreten Fotografie: www.konkrete-fotografie.de

The term 'concrete' features a photography, which pays not more attention and to representation of external objects but only pursues their own image regularity. It sets itself on the subject: the light, their unique materials, their generative processes, the apparatus. The results are pure light images, photographs of the photography, a special kind of genre picture. With its developments over the 20th century one can trace concrete photography alongside other related forms such as concrete painting, concrete poetry or concrete music.

 

In 1968 Gottfried Jäger brought the term of generative photography for an artistic program that takes up the methods of the concrete photography, but follows the style of structural design: constructive, systematic, serial. Examples of this kind will also be on displayed in the exhibition.

 

The works of Gottfried Jäger are find in international collections.

 

About concrete photography: www.konkrete-fotografie.de




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